Mobiles Drucken – Auch ein Thema für Sie? (Teil 2 von 3)

von  Tobias Habermann

Nach wie vor sind im Unternehmensalltag Ausdrucke auf Papier unverzichtbar. Sollen jedoch Druckaufträge vom Mobilgerät aus angestoßen werden, ist guter Rat teuer, denn Mobilgeräte und Drucker sind von Haus aus nicht wirklich miteinander kompatibel. In unserer Serie auf diesem Blog erklären wir Ihnen heute, welche Möglichkeiten es derzeit für Mobiles Drucken bereits gibt.

Mobiles Drucken per Hersteller-App und E-Mail

Nahezu alle Druckerhersteller bieten heutzutage Apps („Printing Services“) an, welche die Daten vom Mobilgerät auf Papier bringen. Printing Services kommen dabei ohne die gewöhnlichen Treiber und Installationsprogramme aus: In der Regel reichen der Download einer App sowie ein Drucker, der entsprechend kompatibel ist. Per App werden Druckaufträge von Dokumenten, E-Mails oder Bildern direkt an die Drucker gesendet. Einige Anbieter vereinfachen diesen Ablauf noch um einen Schritt, indem sie die Applikation weglassen und den Drucker mit einer eigenen E-Mail-Adresse ausstatten.

Weitere Lösungen zum Mobildruck per E-Mail sehen einen Mailserver vor, an welchen der Anwender seinen Druckauftrag sendet. Dabei besteht in einigen Fällen die Möglichkeit, Ausgabeoptionen durch kodierte Schreibweise mitzugeben (z. B. Drucker, Anzahl Kopien). Über einen solchen Mail-Server können dann viele Drucker eines Herstellers angebunden werden. Das Mobilgerät und der Drucker müssen sich dabei im gleichen WLAN befinden, oder der Drucker muss mit dem Internet verbunden sein. WLAN-Drucker verfügen über eigenen Internetzugriff und benötigen damit keinen vorgeschalteten Rechner mehr, um über das Internet angesteuert werden zu können.

Druckfunktionen der Mobilgeräte

Neben den Lösungen der verschiedenen Druckerhersteller gibt es auch Angebote der Mobilgerätehersteller. Die meisten großen Druckeranbieter unterstützen zum Beispiel den Apple-Druckservice AirPrint. Dieser Druckdienst kann mit Druckern verschiedenster Hersteller zusammenarbeiten – die Abdeckung ist relativ groß.

Auch Samsung bietet beispielsweise eine Druckfunktion auf seinen Mobilgeräten an. Das Mobilgerät und der Drucker müssen dabei im gleichen WLAN-Netzwerk freigegeben sein.

Mobiles Drucken über Cloud-Dienste

Cloud-Druckdienste wie Google Cloud Print nutzen einen anderen Ansatz, bei dem die Druckaufbereitung und die Ansteuerung des Druckers über einen Cloudserver erfolgen. Der Drucker muss dafür internetfähig sein oder Internetzugang über einen angeschlossenen, eingeschalteten Computer haben. Über eine App werden die zu druckenden Dokumente auf den Cloudserver hochgeladen. Dort erfolgen die Druckaufbereitung und das Spooling. Der Drucker wird zuvor auf dem Cloudserver freigegeben und anschließend direkt von dort aus angesteuert. Google Cloud Print lässt sich am komfortabelsten nutzen, wenn der Clouddienst „Google Docs“ und Android-Geräte genutzt werden. Eine neue Ergänzung erlaubt es außerdem, Google Cloud Print so zu erweitern, dass es sich auch aus Standard-Windows-Anwendungen, wie zum Beispiel Microsoft Office, nutzen lässt.

COM - Cloud-Printing-Grafik

Bei der Nutzung von Cloud-Printing-Diensten kann der Druckauftrag direkt an einen Drucker der Cloud oder zurück an das Mobilgerät gesendet und dann von dort aus übertragen werden.

Eine weitere Variante des Druckens über die Cloud sieht vor, dass lediglich die Druckaufbereitung der gesendeten Dokumente auf dem Cloudserver geschieht. Die Druckdaten werden dann über die App und das Mobilgerät des Anwenders auf den zuvor ausgewählten Drucker über WLAN oder Bluetooth ausgegeben.

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