Materialstücklistenauflösung mit ECTR-Integration bei SwissOptic

von  Matthias Müller

Ursprünglich hatte SwissOptic keine Möglichkeit, Dokumente einer Konstruktions- oder Materialstückliste aus dem SAP DVS-Standard auszugeben. Jedes einzelne Dokument musste gesucht, im Viewer geöffnet und ausgedruckt werden. Im folgenden Bericht lesen Sie, welche Herausforderungen daraus für SwissOptic bei der Ausgabe von Konstruktions- und Materialstücklisten entstanden und wie diese von SEAL Systems gelöst und der Prozess vereinfacht und automatisiert wurden. Außerdem wird beschrieben, was die ECTR-Integration bietet und welche weiteren Vorteile SwissOptic durch diese Lösung hat.

 

Die Ausgangslage

Da im SAP-Standard schlichtweg keine Möglichkeit zur Verfügung steht, Dokumente aus einer Struktur auszugeben, hatte SwissOptic elvis_papierstapel-klein-300x280 Materialstücklistenauflösung mit ECTR-Integration bei SwissOpticursprünglich keine Möglichkeit, Dokumente einer Konstruktions- oder Materialstückliste aus dem SAP DVS-Standard auszugeben. Stattdessen muss jedes einzelne Dokument gesucht, im Viewer geöffnet und ausgedruckt werden.

Im Laufe des Projektes hat SwissOptic außerdem das SAP Engineering Control Center (ECTR) eingeführt. Dadurch entstand die zusätzliche Anforderung, die von SEAL Systems neu eingeführten SAP-Ausgabeprozesse nicht nur im Standard- SAP, sondern auch im ECTR zur Verfügung zu stellen. SwissOptic setzt als ERP-System SAP ERP 6.0 ein. Alle Dokumente werden von SwissOptic im SAP DVS verwaltet. Zusätzlich zur Ablage der Dokumente im SAP DVS wurden Verknüpfungen zwischen dem Dokumentinfosatz (DIS) und dem Material erstellt. Die Materialien befinden sich wiederum in Materialstücklisten, welche aus mehreren Ebenen und einer Vielzahl von Materialien bestehen können.

 

Das Projektziel

Ziel des Projektes war, den zuvor beschriebenen fehleranfälligen, zeitaufwendigen und damit kostenintensiven Prozess durch eine automatische Ausgabe der Dokumente aus der Konstruktions- oder Materialstückliste zu realisieren. Durch die automatische Ausgabe aller Dokumente in der richtigen Reihenfolge sollten die Kosten gesenkt und die Prozesssicherheit erhöht werden. Die Einbindung der neuen Ausgabeprozesse in das ECTR sollte sicherstellen, dass die Anwender alle Funktionen von einer Oberfläche aus bedienen können, ohne zwischen ECTR und SAP wechseln zu müssen, um die Ausgabe der Dokumente zu starten.

 

Die Lösung

elvis_druckerstation-web-229x300 Materialstücklistenauflösung mit ECTR-Integration bei SwissOpticDie Dokumentenfindung wird im SAP durchgeführt. Sie durchsucht nach flexibel voreingestellten Parametern die Stückliste und findet alle Dokumente, welche mit den Materialien auf den unterschiedlichen Ebenen der Stückliste verknüpft sind. Anschließend fügt sie diese reihenfolgerichtig einem Ausgabeauftrag hinzu. Der Ausgabeauftrag kann dann auf Kundenwunsch um weitere Lenkungsinformationen (Wer druckt? Wann? usw.) ergänzt werden. Somit steht im SAP ein kompletter Ausgabeauftrag – bestehend aus den Dokumenten und den Lenkungsinformationen – zur Verfügung. Dieser wird an die serverseitige Komponenten übergeben. Der Server nimmt die Dokumente und Lenkungsinformationen entgegen und startet die Verarbeitung (Stempelung, Skalierung, usw.). PDF und TIFF-Dateien werden auf einem der bei SwissOptic im Einsatz befindlichen Konica Minolta BizHub-Drucker ausgegeben. Die digitale Verteilung per Mail, Dateiablage oder Portal ist für alle Dateiformate möglich.

 

SAP Engineering Control Center (ECTR)

Das SAP ECTR ist ein SAP-Cockpit, welches die Integrationsplattform für unterschiedliche Autorenwerkzeuge an das SAP PLM darstellt. Darüber lassen sich lokal erstellte Produktdaten zentral verwalten, strukturieren und logisch verknüpfen. Für die Ausgabe der Materialstücklisten verwendet der Anwender dadurch nun nicht mehr das SAP DVS, sondern das ECTR. Aus diesem Grund wurde der Aufruf der SEAL-Prozesse ebenfalls für das ECTR eingerichtet. Ebenso stehen dem Anwender die View- und Konvertierungsprozesse von SEAL Systems im ECTR zur Verfügung.

 

Die Vorteile dieser Lösung sind groß: Es sind keine manuellen Prozesse beim Zusammensuchen der Dokumente notwendig, wodurch Fehlerquellen und Medienbrüche verhindert werden. Des Weiteren ist die Prozesssicherheit gewährleistet und durch Batch Betrieb werden sowohl Arbeitszeit als auch Kosten eingespart. Kurz: Die richtigen Dokumente sind immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

 

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