In diesem Artikel
S/4-Migration läuft, Cloud-First-Strategie steht und dann die Frage: Wie läuft eigentlich der Output in Zukunft? Lieferscheine, Labels, Versanddokumente: wenn die nicht gedruckt werden, steht der Betrieb still. Output Management ist geschäftskritisch und steckt mitten in der Transformation.
Drei Spannungsfelder sehen wir dabei immer wieder:
- Heterogene Landschaften: SAP, Windows, Engineering-Systeme, mobile Geräte verteilt über viele Standorte, oft mit historisch gewachsenen Druck-Inseln.
- Sicherheit & Datenresidenz: DSGVO, EU-Hosting, sensible Dokumente. Diese Anforderungen verschwinden nicht, nur weil der Weg in die Cloud führt.
- Weniger lokale Infrastruktur: Server reduzieren, Betrieb entlasten, Kosten flexibilisieren, aber ohne Kontrollverlust.
Die gute Nachricht: Es gibt nicht DAS richtige Modell, aber es gibt das richtige Modell für Ihre Anforderungen.
Eine Plattform, drei Betriebsmodelle
Die PLOSSYS® Output Management Platform ist keine Sammlung von Einzelprodukten, sondern eine modulare Plattform mit containerbasierter Microservice-Architektur. Die technische Basis ist bei allen drei Betriebsmodellen identisch. Gleiche Plattform, gleiche Funktionen, nur der Betreiber und der Ort ändern sich.
Das bedeutet: On-Premises, Cloud und SaaS sind frei kombinierbar. Wer sich für ein Modell entscheidet, entscheidet sich nicht für ein anderes Produkt, sondern nur für einen anderen Betrieb.
Modell 1: On-Premises, die volle Datenhoheit
Die klassische Variante: Betrieb im eigenen Rechenzentrum, als Single-Server oder im Cluster. Wer maximale Kontrolle und Datenhoheit braucht, etwa in regulierten Branchen, ist hier richtig. Dank Microservice-Architektur profitiert man auch On-Prem von modernen Cloud-Vorteilen wie Kubernetes-Clustern.
Der Trade-off: Der Eigenbetriebsaufwand ist höher. Patches, Updates und Verfügbarkeit liegen beim eigenen Team. Aber: On-Prem ist keine Einbahnstraße. Einzelne Funktionen lassen sich später in die Cloud verlagern
Modell 2: Cloud-native und schnell ausgerollt
Die PLOSSYS® Output Engine ist von Grund auf cloud-native konzipiert und ist kein „Lift & Shift“ einer Legacy-Software. Unsere Plattform läuft auf AWS und Microsoft Azure und bietet:
- Schnelles Rollout mit minimaler lokaler Infrastruktur
- Dynamische Skalierung: Von 5 bis Millionen Jobs pro Tag
- Kostenflexibilität: OPEX statt CAPEX, Ressourcen nach tatsächlichem Bedarf
- Zukunftssicherheit: S/4HANA-zertifiziert
Die Kubernetes-basierte Architektur sorgt für Self-Healing, Rolling Updates ohne Downtime, automatisches Load Balancing und Höchstdurchsatz. Ideal für zeitkritische Szenarien wie Label-Druck und POS.
Modell 3: SaaS – „Solution as a Service“
SEAL Systems betreibt die Infrastruktur, der Kunde wird komplett entlastet: kein Patchen, kein Monitoring, keine Verfügbarkeitssorgen. EU-Hosting ist möglich, ein wichtiger Punkt für DSGVO-Anforderungen.
Aber: Unser SaaS ist kein „One size fits all“. Statt Standard-Mietzugang bieten wir mit „Solution as a Service“ einen maßgeschneiderten Baukasten:
- Lösungen werden aus standardisierten Modulen je nach Use Case zusammengestellt (SAP-Integration, Output Management, Distribution, Conversion)
- Customizing und Konfiguration bleiben möglich
- Die Software ist standardisiert genug für effizienten Multi-Tenant-Betrieb
Das Beste aus beiden Welten: Individuelle Lösungen, betrieben mit der Effizienz von SaaS.
Hinweis: Conversion ist aktuell noch nicht als SaaS verfügbar. Hier führt der Weg über eine Hybridlösung.
Aus der Praxis: Jungheinrich AG
Ein konkretes Beispiel: Jungheinrich, einer der weltweit führenden Intralogistik-Anbieter (21.000 Mitarbeiter), wollte externe Lager ohne VPN-Anbindung ans Konzernnetz anschließen und zuverlässig mit Dokumenten und Labels versorgen.
Mit der Implementierung des SAP-Drucks über die SEAL-Cloud durch einen Weiterleitungsserver wurde eine elegante Lösung geschaffen, die nahtlos in bestehende SAP-Systeme integriert werden kann, ohne dass tiefgreifende Eingriffe oder Änderungen am System nötig sind. Die SEAL-Cloud-Integration bietet eine skalierbare und flexible Infrastruktur, die den wachsenden Bedürfnissen moderner Lagerlogistik gerecht wird.
Output über die SEAL-Cloud ist reibungslos und sicher. Wichtig war uns der Cloud-Betrieb in der EU – das konnte SEAL garantieren.
Hybrid: Kombiniertes Deployment nach Funktion & Standort
Die Betriebsmodi lassen sich gezielt nach Funktion und Standort verbinden. Zwei typische Muster:
- Muster A: Druck aus der Cloud/SaaS, Conversion On-Premises – Betriebsentlastung und Kontrolle kombiniert.
- Muster B: Kern im eigenen Rechenzentrum, externe Standorte per SaaS – Investitionsschutz plus flexible Anbindung.
SEAL Systems bietet mit der PLOSSYS® Output Management Platform die für Sie passende Kombination aus SAP-Integration, Output Management, Distribution und Conversion für Ihre Anforderungen an. Unabhängig davon, welche Bereitstellungsoption für Sie in Frage kommt.
Sicherheit gilt modellübergreifend
Ob On-Prem, Cloud oder SaaS, Sicherheit ist bei SEAL Systems integraler Bestandteil, kein Add-on: End-to-End-Verschlüsselung, EU-Hosting für DSGVO-Konformität, Hochverfügbarkeit mit Failover und für höchste Anforderungen IBM Hyper Protect. Cloud und Compliance schließen sich nicht aus.
Vier Kernbotschaften für Output Management als Service
- Eine Plattform, drei Modelle: frei kombinierbar auf gemeinsamer Basis
- Cloud-native Containerbetrieb: ressourcenschonend, wartungsarm, reibungslos
- SaaS als maßgeschneiderter Baukasten: individuell und trotzdem effizient
- Sicherheit gilt überall: modellübergreifend by design
Sie müssen sich nicht zwischen Funktionalität und Betriebsmodell entscheiden. Sie wählen das Modell, das zu Ihren Anforderungen passt. Wir unterstützen Sie gerne bei der Entscheidung für ein Modell durch ein ausführliches Assessment ihrer Output-Landschaft und die Zusammenstellung einer maßgeschneiderten Lösung für Ihre Anforderungen.
Sprechen Sie uns an!
Dieses Thema wurde auch auf unserem Kundentag im Juni vorgestellt. Bei Interesse an detaillierten Informationen oder einer Aufzeichnung des Vortrags sprechen Sie uns gerne an.