10.06.2026
Lesedauer: 5 Minuten

Drucken ohne VPN: Externe Lager, kein Netzwerk und trotzdem drucken?

In diesem Artikel

    In vielen Industrieunternehmen gehören externe Lager, Partnerstandorte und verteilte Logistikzentren zum Alltag. Doch was passiert, wenn diese Standorte SAP-Druckaufträge empfangen müssen, z.B. Transportaufträge, Etiketten, Produktionspapiere, aber keinen Zugang zum Unternehmensnetzwerk haben? Genau an dieser Stelle stoßen klassische Druckinfrastrukturen an ihre Grenzen.

    Drei Herausforderungen beim Drucken außerhalb des Konzernnetzes

    1. Sicherheitsrisiko VPN

    Um externe Standorte mit Druckdaten zu versorgen, setzen viele Unternehmen auf VPN-Tunnel oder den vollständigen Anschluss an das Konzernnetz. Doch diese Lösungen stellen eine potenzielle Gefahr für die eigene Infrastruktur dar. Jeder neue Netzwerkzugang vergrößert die Angriffsfläche und ist aus Wartungsgründen schlicht nicht mehr zeitgemäß.

    2. SAP-Komplexität

    In vielen IT-Abteilungen fehlen die Kapazitäten, um bei jedem neuen Standort SAP-seitige Änderungen vorzunehmen. Gesucht wird deshalb eine Lösung, die sich nahtlos in die bestehende SAP-Umgebung einfügt, ohne dass Anpassungen am SAP-System notwendig sind.

    3. Heterogene Drucklandschaft

    An externen Standorten wird nicht nur aus SAP gedruckt. Auch alltägliche Windows-Bürodrucke wie Dokumente aus Microsoft Word, Excel oder E-Mail müssen an den gleichen Druckern ankommen. Zwei getrennte Druckwege für SAP und Windows wären weder effizient noch wartbar.

    Der Lösungsansatz: Cloud-basiertes Output Management als SaaS

    Die PLOSSYS® Output Engine von SEAL Systems ist ein Ausgabemanagementsystem, das auf einer Microservice-Architektur basiert und speziell für den Cloud-Betrieb ausgelegt ist. In der SaaS-Variante wird die Druckinfrastruktur über die Cloud bereitgestellt und gehostet in der Europäischen Union auf AWS.

    Die Architektur ist bewusst schlank gehalten:

    • Im Unternehmensnetz steht ein Weiterleitungsserver, der Druckaufträge aus dem regulären SAP-Druck entgegennimmt und per IPPS an das Cloudsystem von SEAL Systems übergibt.
    • In der Cloud werden die Druckaufträge in sogenannten Pickup-Queues bereitgestellt.
    • An den externen Standorten läuft ein seal-ipp-proxy, der regelmäßig prüft, ob Druckaufträge in seinen konfigurierten Cloud-Queues vorliegen. Ist das der Fall, werden die Aufträge abgeholt und an den lokalen Spooler übergeben, der sie an die physischen Drucker weiterleitet.

    Kein direkter Druck von außen ins Unternehmensnetz. Kein VPN. Keine SAP-Anpassungen. Und: Auch der Bürodruck aus Microsoft Windows wird ohne zusätzliche Anpassung auf demselben Weg ausgegeben.

     

    Praxisbeispiel: Jungheinrich AG

    Die Jungheinrich AG aus Hamburg ist einer der weltweit führenden Lösungsanbieter im Bereich Intralogistik. Seit über 70 Jahren bietet das börsennotierte Familienunternehmen mit 21.000 Mitarbeitenden in 42 Ländern maßgeschneiderte Lösungen vom konventionellen Flurförderzeug bis zu vollautomatisierten Automatiksystemen.

    Drucken ohne VPN; Staplerflotte von Jungheinrich AG im Lager; Output Management

    Für die Produktion benötigt Jungheinrich kontinuierlich Waren aus externen Lagern, um einen reibungslosen Produktionsprozess zu gewährleisten. Diese Lager werden von diversen Partnern an verschiedenen Lokationen betrieben und sind nicht in das Jungheinrich-Netzwerk integriert. Dennoch müssen dort Transportaufträge und Etiketten mit den gleichen Prozessen wie am Zentralstandort gedruckt werden.

    In der Vergangenheit wurden VPN-Lösungen eingesetzt, um den externen Standorten SAP-Druckdaten bereitzustellen. Jungheinrich wollte diese ablösen, da sie eine mögliche Gefahr für die Infrastruktur darstellten. Gleichzeitig war von Beginn an klar, dass keine SAP-seitigen Anpassungen erfolgen sollten, da dafür keine Kapazitäten vorhanden waren.

    Mit der PLOSSYS® Output Engine als SaaS-Lösung konnte genau dieses Anforderungsprofil erfüllt werden. Die SAP-Druckjobs verlassen das SAP-System fertig aufbereitet und werden über einen Windows-Printserver an die PLOSSYS®-Cloud übergeben. An den Remote-Standorten holen die Proxy-Dienste die Aufträge ab und leiten sie an die lokalen Drucker weiter.

    Ergebnisse

    • Jungheinrich hat nun einen verbesserten und klar beschriebenen Prozess, um neue Lager und externe Standorte anzuschließen.
    • Neue externe Partner können schnell und mit vergleichbar geringem Aufwand mit Druckdaten versorgt werden.
    • Die Lösung ist äußerst stabil und wenig störanfällig.
    • SaaS befreit Jungheinrich vom Betrieb der Cloud-Infrastruktur und der lokalen Komponenten in den externen Lagern.
    • Neben SAP-Ausgaben wird auch Bürodruck aus Microsoft Windows über denselben Weg ohne zusätzliche Anpassung ausgegeben.

    Wir haben mit SEAL Systems einen Anbieter gefunden, welcher genau auf die Bedürfnisse unseres Ausgabeprozesses eingegangen ist. Die Ausgabe über die Cloud von SEAL Systems erfolgt problemlos und sicher. Uns war es wichtig, dass der Cloudbetrieb des Output Management Servers in der Europäischen Union betrieben wird. Das konnte SEAL Systems garantieren. Vor dem Projekt mit SEAL Systems hatten wir versucht, den externen Unternehmen die Druckdaten über VPN zur Verfügung zu stellen. Das war aus Wartungsgründen nicht mehr zeitgemäß.

    Alexander Pupp

    Service Manager Managed Print, Jungheinrich AG

    Drucken ohne VPN: So geht das!

    Wer externe Standorte und Partner in seine Druckprozesse einbinden muss, steht vor der Wahl: den Netzwerk-Perimeter öffnen oder den Druckweg über die Cloud entkoppeln. Die PLOSSYS® Output Engine als SaaS zeigt, dass sicherer SAP-Druck an beliebig vielen Remote-Standorten möglich ist. Und das ohne VPN, ohne SAP-Anpassungen und inklusive Bürodruck.

    Lesen Sie die komplette Erfolgsgeschichte!