Brandneu: Der SEAL Pi Cloud Prototyp

von  Thomas Tikwinski

SEAL Systems arbeitet bereits seit einiger Zeit an Lösungen für die Cloud. Gerade bei einem ebenso sicherheitsrelevanten und hochverfügbaren Service wie Corporate Output Management spielen Aspekte wie Datenschutz, Fehlertoleranz, Skalierbarkeit oder Updatefähigkeit eine wichtige Rolle. Insbesondere müssen wir herausfinden, wie sich unsere Software in Ausnahmesituationen verhält:

 

  • Spontaner Ausfall eines Cloud-Knotens
  • Abbruch von Netzwerkverbindungen
  • OS- und Software-Upgrades auf Cloud-Knoten
  • Updates des zugrunde liegenden Cloud-Software-Stacks

Solche Randfälle lassen sich unserer Erfahrung nach weder mit virtuellen Maschinen noch in großen Cloud-Datacentern unter realistischen Bedingungen testen.

 

Neues Cloud-Testbed

Wir haben uns deshalb dazu entschieden, ein eigenes Cloud-Testbed auf die Beine zu stellen, das auch gleich als mobiler Demonstrator unserer Lösungen dienen kann; ein Datacenter zum Einpacken und Mitnehmen. Ziel war es, mit geringen Mitteln so nah wie möglich an ein realistisches Betriebsszenario heran zu kommen, das da heißt:

  • Betrieb der Anwendung in zwei oder mehr Datacentern (von ggf. verschiedenen Anbietern)
  • Deployment der Komponenten als Docker-Container
  • Orchestrierung und Steuerung der Anwendung mittels Docker SwarmKubernetes oder Nomad
  • Betriebsüberwachung und Anbindung an ein Unternehmensnetzwerk

 

Die Basis: Raspberry Pi 3B

Als technische Basis haben wir uns den Raspberry Pi 3B ausgesucht. Er bietet uns nicht nur für einen moderaten Preis gute Leistung, sondern ist auch sehr verbreitet. Daher können wir auf eine riesige Community zurückgreifen. Für die etwas leistungshungrigeren Komponenten kommt noch das bauformkompatible, Intel-basiert UP-Board zum Einsatz. Für die Plattformunabhängigkeit sorgen ARM/Intel-Multiarch-Dockercontainer. Jeweils sieben Knoten bilden ein Datacenter, zwei dieser Datacenter haben wir aufgebaut und über Edge-Gateways verbunden. Ein schickes Plexiglas-Gehäuse sorgt für den richtigen Datacenter-Look.

 

Die Fakten:

  • Gesamtsystem: 56 Kerne, 26GB RAM, 288GB SD
  • 10x Raspberry Pi 3B, ARM-CPU mit 4 Kernen, 1GB RAM, 16GB SD
  • 4x UP, Intel-CPU mit 4 Kernen, 4GB RAM, 32GB SD
  • 2x Gigabit-Ethernet Clusternetzwerk
  • 2x Edge-Gateway Anbindung zum externen Netz
  • 2x 60W Anker USB-Netzteil
  • Gehäuse aus 3mm Acryl, gefertigt per Lasercutter , zerlegbar.
  • Rack-Karten einzeln entnehmbar.

 

Weitere Infos:

Die Baupläne und Anleitungen zu unserem Mini-Datacenter haben wir als pen Source auf GitHub zur Verfügung gestellt.

Folgen Sie @SealSystemsAG und #PiCloud auf Twitter, um das Projekt live zu verfolgen!

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