Automatische Erzeugung von technischen Dokumentationen (Teil 1 von 3)

von  Dr. Uwe Wächter

Ein wichtiger Bestandteil jedes Kundenprojektes im Anlagen- und Sondermaschinenbau ist die Erstellung einer vollständigen und spezifischen Dokumentation der betreffenden Anlage. Abhängig von der Größe und Komplexität des Produktes umfasst die Dokumentation einige wenige oder mehrere hundert Aktenordner. Unterschiedliche Dokumentationen dienen der Beschreibung der Anlage, sowie deren Betrieb und Wartung oder der Instandhaltung und Reparatur. In dieser dreiteiligen Serie auf unserem Blog erklären wir Ihnen, wie Sie mit Hilfe von SEAL-Systems Lösungen solche Dokumentationen automatisiert erstellen.

Technische Dokumentationen automatisiert erstellen – Die Ausgangssituation

Die einzelnen Bestandteile der Gesamtdokumentation stammen aus unterschiedlichen Quellen. Große Teile kommen meist aus einem Redaktionssystem und werden von technischen Redakteuren erstellt und gepflegt. Übergroße Zeichnungen liefert die firmeneigene Konstruktion. Dazu kommen Standarddokumente, sowie Zeichnungen und Wartungsunterlagen von Zukaufteilen unterschiedlicher Lieferanten. Bedingt durch diese Heterogenität liegen die benötigten Dokumente in unterschiedlichen Dateiformaten und Qualitäten vor. Aber auch die Ablage der verschiedenen Dokumente kann im Unternehmen sehr unterschiedlich organisiert sein.

Die Verknüpfung aller relevanten Dokumentationsteile mit den entsprechenden Positionen der Fertigungsstückliste im PLM-System und die Ablage im integrierten DMS wäre die ideale Voraussetzung für eine automatische Dokumentationszusammenstellung. In der Praxis muss die Dokumentationsstelle aber mitunter auf Kopiervorlagen in Papier oder Dateien auf einem Fileserver händisch zurückgreifen.

 

Dokumentationserstellung: Mühevoll, langwierig und fehleranfällig

Die Zusammenstellung einer umfangreichen Anlagendokumentation ist in der Regel eine mühevolle, langwierige und auch fehleranfällige Arbeit. Trotz der recht großen Monotonie muss die Arbeit durch hochqualifiziertes Personal vorgenommen werden, um Fehler zu vermeiden. Fehler können in der Praxis entstehen durch die Verwendung falscher Dokumentversionen und müssen teils billigend in Kauf genommen werden, wenn die abschließende Version noch nicht fertig ist.

Die Erstellung der Dokumentation erfolgt außerdem oft unter Zeitdruck, da sie stets der letzte Schritt im Fertigungsprozess ist. Trotzdem sollen alle Änderungen bis zur letzten Minute vor der offiziellen Auslieferung noch mit einfließen. An die Lieferung der Dokumentation sind häufig auch Zahlungsziele der Kunden geknüpft. Je schneller also die Dokumentation geliefert wird, desto früher erfolgt der Zahlungseingang.

Mitunter sind Vorab- oder Teildokumentation nötig, wenn vorbereitende Arbeiten auf Kundenseite das erfordern: Fundamentbau oder andere Bauphasen, Genehmigungsverfahren bei Behörden etc. Bereits erzeugte Zwischenstände (Teildokumentationen) können später meist nicht wieder verwendet werden oder sind gar nicht mehr nachvollziehbar.

Anlagenhersteller verdienen auch an Aufträgen und Dienstleistungen zur Instandhaltung, Reparatur und Erweiterung der Anlagen. Umfassende, exakte Anlagendokumentationen sind daher die Voraussetzung, um qualitativ hochwertige Leistungen erbringen zu können. Sie verschaffen einen Wettbewerbsvorteil vor anderen Reparaturfirmen.

 

Das alles kommt Ihnen bekannt vor? Lesen Sie im nächsten Teil, wie der gesamte Bereitstellungsprozess der technischen Dokumentation durch den Einsatz unserer Direct Publishing-Lösung in DPF-Technologie weitgehend automatisiert und meist sogar qualitativ verbessert werden kann!

 

Haben Sie Fragen zur automatischen Erstellung von Technischen Dokumentationen? – Fordern Sie unverbindlich weitere Informationen an!

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