Barcodes in SAP DVS übertragen

von  Dr. Uwe Wächter

In diesem Blogbeitrag erfahren Sie…

  • … dass es nun ein Standardprodukt von SEAL Systems gibt, das Barcode-Informationen direkt aus TIFF- oder PDF-Dateien erfasst
  • … wie nützlich Barcode-Aufkleber auf zu scannenden Dokumenten sind
  • … wie die Rückverfolgung von Dokumenten mittels Barcode funktioniert
  • … welche Barcode-Typen unterstützt werden

 


In vielen unserer Kundenprojekte besteht die Anforderung für die automatisierte Erkennung und Verarbeitung von Dokumenten. Dabei werden Barcode-Informationen direkt aus TIFF- oder PDF-Dateien erfasst, die z.B. eine intelligente Zuordnung zu SAP-Objekten ermöglichen. Solch ein Scannen und Verarbeiten von Barcodes verwenden wir bereits in vielen Projekten. Bisher hatten wir dafür allerdings nur projektspezifische Lösungen. Jetzt aber gibt es ein Standardprodukt für diese Aufgaben.

Anwendungsfälle

Spätes Scannen: Zu scannende Papiere werden vorher mit einem Aufkleber (Barcode) versehen. Dieser Barcode enthält bereits Informationen über den Datensatz des Dokumenten Managements, dem die Datei später zugeordnet werden soll. Solche Aufkleber können vorab in Serie erzeugt werden. Das Aufkleben kann automatisiert erfolgen. Nach dem eigentlichen Scannen kann nun mit Hilfe der Barcode-Informationen die Zuordnung im DMS vollständig automatisiert werden.

Rückverfolgung: Papiere werden automatisch generiert und Offline oder gar extern verwendet. Anwender müssen diese ausfüllen. Es kann sich hierbei um Angebotsanforderungen, Instandhaltungseinweisungen, Qualitätssicherungsprotokoll oder diverses andere handeln. Allen gemeinsam ist aber, dass sie bei der Verwendung ergänzt und nach fertiger Bearbeitung im Ausgangssystem wieder dem ursprünglichen Vorgang/Geschäftsprozess zugeordnet werden sollen.

Dabei ist es natürlich hilfreich, wenn die Zuordnung zum richtigen Prozess über einen Barcode erfolgen kann. Das Angebot des Zulieferers findet automatisch seine Zuordnung zur Angebotsanforderung. Die Anlagendokumentation kann automatisch mit dem Protokoll aus der letzten Instandhaltung ergänzt werden. Der Lieferung im Warenwirtschaftssystem wird das Protokoll der Eingangsqualitäts-Kontrolle beigefügt.

Das neue Standardprodukt von SEAL Systems kann sehr flexibel auf Kundensituationen angepasst werden. Zum Funktionsumfang gehören:

  • Eingangsverarbeitung von TIFF und PDF
  • Optionen zur Auswahl der Seiten
  • Vorgabe der zu erkennenden Barcode Typen
  • Filter-Funktionen zur Vermeidung von falschen Informationen
  • DPF Prozess mit Standard-Konfigurationsmöglichkeiten und User-Exits
  • Laden der Eingangsdatei nach SAP DVS, TeamCenter, SharePoint oder andere

Folgende Barcode-Typen werden unterstützt:

Lineare Barcodes

Lineare Barcodes bestehen aus unterschiedlich dicken Strichen und Lücken. In den unterschiedlichen Linienbreiten ist der Barcodeinhalt codiert. Die Höhe des Barcodes spielt keine Rolle, solange ein Minimum nicht unterschritten wird. Es haben sich einige unterschiedliche Codierungen durchgesetzt, die wichtigsten sind Code 39 und Code 128 sowie die Handelsbarcodes (EAN, GTIN, GS1 DataBar).

2D Barcodes

Um den Platz noch effektiver zu nutzen und um mehr Daten in einen Barcode kodieren zu können, wurden 2D (zweidimensionalen) Barcodes entwickelt. Bei diesen Codes wird für die Codierung der Daten die ganze Fläche des Barcodes verwendet. 2D-Barcodes sind durch integrierte Fehlerkorrektur toleranter gegenüber Datenfehlern, die beim Druck oder beim Scannen entstehen.

Data Matrix

Der Data Matrix ist bei der Deutschen Post als „Stampit“ Briefmarke im Einsatz. Wegen des sehr geringen Platzbedarfs, der Sicherheit und der guten Lesbarkeit wird er in der Industrie auf vielen Produkten zur Identifikation verwendet.

PDF417

Der PDF417 Barcode besteht aus mehreren Zeilen. In ihm kann der volle Zeichensatz verschlüsselt werden – bis zu 1850 Zeichen. Er ist variabel in der Breite und Höhe.

Aztec

Der Aztec Code wird bei der Deutschen Bahn für die Fahrkarten eingesetzt. Er ist quadratisch und kann in verschiedenen Größen verwendet werden.

QR-Code

Der QR Code (Quick Response Code) wurde in Japan entwickelt und kann auch japanische Schriftzeichen enthalten. Er ist quadratisch und leicht an den Suchmustern an drei Ecken zu erkennen.

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