3D-PDF aus Anwendersicht

von  Dr. Uwe Wächter

3D-Inhalte im PDF gibt es schon seit vielen Jahren. Dabei handelt es sich um Objekte in den anderweitig genormten Formaten U3D und PRC. Anwender können diese Funktion kostenfrei seit dem Adobe Reader 7.x nutzen. PDF mit 3D-Inhalten lässt sich aus manchen CAD-Systemen interaktiv per Export erzeugen. Für andere CAD-Systeme gibt es 3rd-Party-Exporte, wie beispielsweise von der FirmaTetra4D. Vorhandene interaktive Exporte können von unserem Konvertierungsserver immer auch automatisch genutzt werden. 3D-PDF lässt sich serverseitig aber auch ganz ohne CAD erzeugen. SEAL Systems stellt dazu eine automatische Konvertierung auf der Basis des bewährten DPF-Frameworks zur Verfügung. In dieser Lösung kommt der 3D-PDF-Generator Server der Firma Prostep zum Einsatz.

Wie stellt sich nun 3D-PDF dem Anwender dar? Für den Umgang mit dem 3D-Objekt bringt der Acrobat Reader folgende Bedienelemente mit:

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Ein Zusatzmenü, mit dem man Drehen, Zoomen, Schneiden usw. kann.

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Einen Strukturbaum, der es ermöglicht, durch die Struktur der Baugruppe zu navigieren und Teile auszuwählen, zum Beispiel zum Ausblenden.

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Sowie eine Auswahl an vorgefertigten Ansichten. Die Inhalte dieser Menüs werden bereits vom CAD zur Verfügung gestellt.

Welchen Nutzen hat nun ein Anwender in einem Unternehmen, wenn er das Ergebnis der Konstruktion als 3D Objekt im PDF verwenden kann? Er kann sich einen guten Einblick über das Aussehen des jeweiligen Bauteils machen. Damit hört es dann aber schon auf. Zusammen mit der Firma Prostep haben wir einen möglichen Anwendungsfall herausgegriffen und diesen bei einem Kunden zum Einsatz gebracht: zusätzliche PMI- und Stücklisteninformationen zur visualisierten Baugruppe im PDF anzeigen.

Eine Übersicht der wichtigsten SAP DIS- und Klassifizierungsdaten wird zur Verfügung gestellt.

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Darüber hinaus gibt es die Materialstückliste.

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Klickt man auf eine Zeile der Materialstückliste, so wird das entsprechende Bauteil in der 3D-Darstellung farblich markiert. Umgekehrt kann auf ein Bauteil im 3D geklickt werden, so dass die entsprechende Zeile in der Materialstückliste markiert wird. Für das jeweils selektierte Teil werden in einer Tabelle zusätzlich noch die DIS- und Klassifizierungsdaten angezeigt.

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Für die schnelle Navigation finden sich noch zusätzliche Bedienelemente.

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Der rot markierte Button bringt z.B. eine zusätzliche PDF Datei zur Anzeige, die eine Ersatzteilliste in klassischer Ansicht enthält.

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Alle für diese Anzeigen erforderlichen Daten sind eingebettet im PDF. Die PDF-Datei kann also mit allen Funktionen auch offline verwendet werden. Eine Verbindung zum SAP-System ist nicht erforderlich. Das Anreichern der PDF-Datei mit den entsprechenden Daten erfolgt einmalig bei seiner Erzeugung.

3D-PDF ist zwar genormt über die PDF (ISO 32.000-1) und PDF/E (ISO 24.517-2). Folgt man aber PDF/A (ISO 19.005-x), dann ist dieses PDF nicht archivierbar. Allerdings haben wir in unserem PDF/A-Workflow sehr differenzierte Prüfungen auf Vorhandensein von 3D-Objekte und seinen Ersatzdarstellungen eingebaut, sodass ein Administrator auf der Grundlage der Prüfergebnisse sachkundig entscheiden kann, ob dieses PDF archiviert werden kann.

Weitere Infos: Konvertierungsserver für die Röchling-Gruppe

 

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